Rückblick 2017

Jahresbericht des Präsidenten

Der Präsident Guido Geisseler hält seinen letzten Jahresbericht:

Als ich mit dem Schreiben dieses Jahresberichtes startete, wusste ich nicht ob es ein ganz normaler Bericht werden sollte, oder ob mein 15-ter und letzter Bericht mindestens die Chancen haben soll ein spezieller Bericht zu werden.

Zuerst aber jetzt der ordentliche Rückblick, bevor ich vielleicht dann doch noch etwas weiter ausholen werde…

Auch 2016 fand am Freitag nach der GV, also wie immer am letzten Freitag im Juni, der Kriegerstamm statt. Serviert wurde der schon fast traditionelle Schinken im Teig. Speziell jedoch war das Bier, welches dazu gereicht wurde: ein Roter Baron aus dem Hause 1386 – das Sempacher Bier gebraut unter der Mithilfe des Kriegerobmanns Roman Bühlmann.

Dank gebührt aber nicht nur den Brauern, sondern vor allem dem Stubenratsteam, welches die Kriegerschar wiederum bestens bewirtet hat.

Am Gedenktag der Schlacht zu Sempach verteilte die Heroldengruppe gewöhnt suverän die vielen, vielen Morgenbrotsäcklein. Diese mussten ja zuerst auch noch alle eingepackt werden! Allen Beteiligten Herzlichen Dank für diesen tollen Einsatz zum Wohl der Öffentlichkeit und speziell Danke an Angela Estermann fürs organisieren.

Der gutbesuchte Neujhahrsapero vom 2.1.17 im Hexenturm bot Gelegenheit mit der Theaterfamilie auf ein gutes und erfolgreiches 2017 anzustossen.

Ein wunderbarer Anlass an dem sich Jung und Alt treffen, ein paar Worte Wechseln können und gemütliche Stunden erleben können. Danke dem Stubenrat fürs Arbeiten!

Am 4. März fand dann wiederum unser Skitag statt. Eine Gruppe von ca 20 Teilnehmer widmete sich dem Skifahren, dem Schneeschuhlaufen oder dem Spazieren. Beim gemütlichen Fondue in der Schwand waren dann alle beisammen. Danke an Phippo und Viktor für die Organisation!

Am Samstag den 13. Mai machte sich eine gutgelaunte Schar mit dem Zug auf den Weg nach Basel. Dort angekommen flanierten die einen etwas in der Altstadt, die anderen genossen an der Sonne einen Kaffee und einige Damen widmeten sich den örtlichen Verkaufsgeschäften.

Anschliessend spazierten wir via Basler Münster, mit der grandiosen Aussichtsterrasse, zur Schifflandestelle beim Troi Rois. Dort startet unsere knapp 1 ½ stündige Schiffart auf dem Rhein. Das gleichzeitig servierte Mittagessen war exzellent. Im Hafen angekommen konnten wir an einem Vortrag viel über die Geschichte der Rheinhäfen erfahren. Die 248 Treppentritte auf das Bernoullisilo sorgen nicht nur für genügend Bewegung, sondern lohnten sich auch. Die Aussicht über den ganzen Hafen und der Blick in die Ferne waren schlicht grandios. Bei der abschliessenden Zugfahrt nach Hause hatten wir Zeit uns zusammen nochmals über die verschiedenen Eindrücke und die schöne Stadt Basel zu unterhalten. Der Regen kam übrigens erst beim Umsteigen in Sursee. Ganz herzlichen Dank an Angela Estermann für die tadellose Organisation des unterhaltsamen und spannenden Ausflugs.

15. Juni Familienpicnic: bei strahlendem Sonnenschein konnten wir einen Teil der TG-Familie im Seeclub Sempach zum Picnic begrüssen. Es wurde grilliert, angestossen, gegessen, gebadet, gespielt, geplantsch und gejasst. Auch viele interessante Gespräche unter freiem Himmel hatten Platz an diesem herrlichen Tag. Meinen Vorstandskollegen herzlichen Dank für die Organisation dieses für mich immer wieder wunderbaren TG-Anlass

Die vergangenen 15 Jahre als Präsident waren bewegte Jahre. Einiges hat sich in der TG verändert, wie sich auch der Zeitgeist verändert hat. Wir hatten schwere Fragen zu diskutieren. Die Absage Hallenproduktion 2017, war wohl der aufwühlenste und schwerste Entscheid. Aber er war richtig und wichtig! Ein Verein wie die TG Sempach muss sich anpassen können.

Wir hatten auch viele wunderbare Momente mit tollen Aufführungen welche wir erleben durften. Ein gutes Einvernehmen im Vorstand trug jederzeit dazu bei, dass immer motivierte Leute am Werk waren. Ich bin mir sicher, dass der Zeitpunkt für einen Wechsel an der Vereinsspitze der richtige ist.

Wir haben die grosse Chance einem erneuerten und stark verjüngten Vorstand unter die Arme zu greifen und zu unterstützen. Lasst uns alle dazu beitragen durch Mitwirken und Mithilfe in den Produktionen, Teilnahmen an Anlässen und an den Stämmen und durch eine offene und faire Kommunikation.

Bevor ich nun noch eine kleine Zusatzschlaufe wage möchte ich einen grossen Dank an meine Vorstandskolleginnen und -kollegen aussprechen. Hier möchte ich alle bisherigen und neuen Kolleginnen und Kollegen vom Vorstand mit einbeziehen. Auch der Stückwahlkommission und dem Stubenrat gebührt ein herzliches Dankeschön.

Da dies nun der letzte Jahresrückblick von mir ist, erlaube ich mir etwas weiter zurück zu schauen.

Hier eine kurze Theater-Retrospektive bestehend aus zwei Akten und einem

Abspann:

Erster Akt:

Man schrieb das Jahr 1995 als ein Jungspung der gerade mal 3-mal für die TG auf der Bühne stand in den Vorstand gewählt wurde. Man sagte sich „Man lebt nur einmal“ und „Holiday in Switzerland“ wäre allenfalls ja auch eine Variante. Nach einer „Menagerie“ und einem gehörigen „Theater Spektakel“ galoppierte das „Weisse Rössel am Sempachersee“ in die Zehntenscheune und traf dort auf „Ophelias Schattentheater“.

Dem wollte aber „Dällenbach Kari“ nicht einfach so weiter zu schauen und deshalb prügelte er den Jungspund quasi ab der Bühne ins Präsidenten-Amt. Dieser nahm die Prügel voller Demut an, nicht aber ohne sich zuvor vor der gefüllten Festhalle auf der Bühne erleichtert zu haben.

Grosse Pause: (Wenn ich Tombola-Lose hätte würde ich diese jetzt verkaufen)

Zweiter Akt:

Es war ein schöner Sommerabend im August 2003 und der neue Präsident entschied die Premiere zu verschieben. Die Wettergötter waren ihm nicht hörig und es gab beinahe „Chrieg om de Frede“. Das Klima wurde frostiger und nach „dem gefrorenen Herz“ fand man noch „3 Männer im Schnee“! Das war der Zeitpunkt, als der Prügler aus Akt eins sein Fehler von damals einsah und nun versuchte als Vize wieder alles gut zu machen. Er stand ab jetzt dem Präsi als getreuer Vize 10 Jahre zu Seite. Es kehrte aber nicht Ruhe ein, im Gegenteil: die Zeichen drehten auf kriminelle Handlungen. Plötzlich kamen mit „Gift und Gloria“ noch Morde ins Spiel, was dann „zu einer Reise in 80 Tagen um die Welt“ führte. Beinahe wurde „sy letscht Wonsch“ fällig, aber die Geschichtet wendet sich zum Guten und man feierte mit „der kleinen Niederdorfoper“ ein grosses Fest, welches ohne Unterbruch weiter ging bis „Annebäbi im Sääli“ auf die Knie viel und Anfing zu beten. Plötzlich Stille! Ein ruhiges, emsiges Treiben war in der Ferne zu hören. Vielen, vielen Nonnen aus „Sister Act“ stimmten einen wunderbaren Gesang an und zuletzt feierten wieder alle mit „dem Nackten und anderen Fo-pas“ zusammen ein wunderbares Fest. Ja, tolle Feste feiern kann die Truppe!

Kurze Pause (Wenn ich immer noch Tombola-Lose hätte würde ich diese jetzt wieder verkaufen)

Abspann: Der Jungspund, welcher inzwischen im schönen mittleren Alter ist, freute sich bereits, bis die „Trommeln über Mittag“ das nächste Highlight ankündigen und er etwas geruhter in die Zehntenscheune pilgern kann.

In dem Sinne Prosit zusammen

Guido Geisseler

Präsident TG Sempach

 

Präsident TG Sempach